Westerwald Bank eG auch im Jahr 2025 operativ stark

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Westerwald Bank eG auch im Jahr 2025 operativ stark

Die Westerwald Bank präsentiert zufrieden die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025. Trotz anhaltender internationaler Krisen und wirtschaftlicher Stagnation in Deutschland konnte die Bank an die erfolgreichen Jahre 2023 und 2024 anschließen. „Nach zwei guten Jahren war das Geschäftsjahr 2025 operativ ein noch besseres“, erläutert Dr. Ralf Kölbach, Vorstandssprecher der Westerwald Bank.

Weiteres Wachstum im Kundenkredit- und Einlagengeschäft
Die Bilanzsumme der Westerwald Bank stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich an – um 6,7 % auf 4,4 Mrd. Euro.

Die Kundenforderungen erhöhten sich im Jahr 2025 um

5,2 % auf 2,88 Mrd. Euro. „Wir wachsen, auch moderat oberhalb der Marktentwicklung. Das spricht für die Stärke der Region, aber auch für das Vertrauen in unsere Bank“, zeigt sich Kölbach zufrieden. Das Kreditwachstum fiel

damit oberhalb des Durchschnitts der Volks- und Raiffeisenbanken aus. Das Volumen der Neukreditzusagen lag mit 586 Mio. Euro in etwa auf dem Vorjahresniveau (593 Mio. Euro).

Die Kundeneinlagen stiegen um beachtliche 7,1 % auf 3,64 Mrd. Euro. „Grundlage für diese positive Entwicklung ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern sowie Kundinnen und Kunden“, erläutert Kölbach. „Gemeinsam können wir mehr erreichen.“

Das gesamte betreute Kundengeschäftsvolumen in der
genossenschaftlichen FinanzGruppe stieg ebenfalls deutlich von 8,91 Mrd. Euro um 6,9 % auf 9,52 Mrd. Euro an
und überschritt damit erstmals die 9-Mrd.-Euro-Schwelle.

Positive Entwicklung der Ertragslage
„Die Ertragslage hat sich erfreulicherweise nochmals verbessert und führte zu einer sehr guten Aufwands-Ertrags-Relation von 54,0 %“, so Andreas Tillmanns, Mitglied des Vorstandes.

Das Zinsergebnis, die Haupteinnahmequelle der Westerwald Bank, verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr (67,5 Mio. Euro) auf 76,4 Mio. Euro. Ebenfalls positiv entwickelte sich das Provisionsergebnis, welches von 24,8 Mio. Euro

im Jahr 2024 auf 26,4 Mio. Euro gesteigert werden konnte. Besonders hervorzuheben waren gesteigerte Absatzvolumen im Wertpapiergeschäft sowie eine erhöhte Kundennachfrage nach Edelmetallen.

Der Sachaufwand der Bank erhöhte sich planmäßig auf 21,2 Mio. Euro nach 20,3 Mio. Euro im Vorjahr. Ursächlich hierfür waren insbesondere höhere IT-Aufwendungen. Der Personalaufwand verringerte sich hingegen geringfügig von 34,1 Mio. Euro auf 33,8 Mio. Euro.

„In Summe konnten wir das operative Ergebnis vor Bewertung auf erfreuliche 48,6 Mio. Euro (Vorjahr 38,3 Mio. Euro) steigern“, fasst Tillmanns zusammen.

Erhöhung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft und Stärkung des Eigenkapitals

Nach einer wirtschaftlichen Rezession in den Jahren 2023 und 2024 stagnierte die realwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im Jahr 2025. „Das nun seit Jahren wirtschaftlich herausfordernde Umfeld, sichtbar auch in der steigenden Zahl der Unternehmensinsolvenzen, spiegelt sich im Kreditgeschäft wider und führt zu einer Erhöhung der Risikovorsorge“, erläutert Markus Kurtseifer, Mitglied des Vorstandes.

„Trotz dieses erhöhten Risikoaufwandes war die Bank

jedoch vor dem Hintergrund der operativen Stärke“, so Kurtseifer, „in der Lage, ihr Eigenkapital erneut signifikant zu stärken.“

Im Rahmen der Vertreterversammlung Ende Mai wird die Gesamtverwaltung der Bank den Vertreterinnen und Vertretern eine Dividende von 5,0 % (Vorjahr 4,5 %) vorschlagen, um auch die Mitglieder der Bank am erneuten Erfolg zu beteiligen.

Starke Arbeitgebermarke – 2. Platz in der TOP-JOB-Befragung

Neben erfreulichen Geschäftszahlen durfte sich die
Westerwald Bank auch über den zweiten Platz im Rahmen der TOP-JOB-Befragung in der Größenklasse bis 500 Mitarbeitende freuen.

„Basis des wirtschaftlichen Erfolges der Bank sind die Kolleginnen und Kollegen“, so Kölbach. „In Zeiten von Fach- und sogar Arbeitskräftemangel ist eine starke Arbeitgebermarke für die Bindung und Gewinnung von Mitarbeitenden von hoher Wichtigkeit.“

Nachhaltigkeit bleibt wichtig

Die Grundlage der Arbeitgebermarke sind die genossenschaftlichen Werte: Selbstständigkeit, Beteiligung, Verantwortlichkeit und Nachhaltigkeit. Sie bilden das Fundament der Westerwald Bank.

„Den Abbau bürokratischer Anforderungen rund um das Thema Nachhaltigkeit begrüßen wir. Unser Engagement werden wir aber deswegen nicht reduzieren. Nachhaltigkeit ist und bleibt ein wichtiges Thema. Wir sind davon überzeugt, dass wir nur gemeinsam die Herausforderungen des Klimawandels bewältigen können. Wir suchen deshalb weiterhin das Gespräch mit unseren Mitgliedern, Kundinnen und Kunden und stehen bei der Nachhaltigkeitstransformation zur Seite“, erläutert Kurtseifer.

Heimat und Hightech – Investitionen in Gebäude und

Nutzung Künstlicher Intelligenz

Als regional agierende Genossenschaft investierte die Westerwald Bank auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in ihr Filialnetz, wie die Renovierung der Geschäftsstelle in Westerburg verdeutlicht. Wichtig bleibt für die Bank die räumliche Nähe zu ihren Kundinnen und Kunden. Neben Heimat betont die Bank aber auch die Wichtigkeit von Innovation und Technik. „Heimat und Hightech sind für uns keine Gegensätze, sondern können miteinander kombiniert werden. So sehen wir beispielsweise die mit der Nutzung Künstlicher Intelligenz verbundenen Chancen als enorm an“, führt Tillmanns aus.

Regional verwurzelt und sozial engagiert

„Das soziale Engagement der Bank steht mit Spenden
und Crowdfunding auf zwei stabilen Säulen“, berichtete Kurtseifer.

Im Jahr 2025 spendete die Westerwald Bank über 556.000 Euro für Jugend, soziale Projekte, Bildung, Kunst sowie Kultur. Ein Schwerpunkt stellte die Unterstützung der

Jugendfeuerwehren in den Landkreisen Westerwald, Altenkirchen und Neuwied dar.

Über Crowdfunding, eine moderne genossenschaftliche Form der Hilfe zur Selbsthilfe, wurde 2025 ein Spendenvolumen von etwa 93.000 Euro generiert.

Optimistischer Blick in die Zukunft

Die ersten Monate des Jahres 2026 werden weiterhin von herausfordernden geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. „Die Westerwald Bank blickt auf Basis starker Ergebnisse der vergangenen Jahre zuversichtlich in das neue Geschäftsjahr,“ so Kölbach. „Wir haben die Stärke, auch das Jahr 2026 zu einem erfolgreichen zu gestalten. Morgen kann kommen.“

 

 

Quelle: Westerwald Bank eG Volks- und Raiffeisenbank | Foto: Cornelius Link

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Datum: 13.03.2026
Rubrik: Lokales
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